Die Konstanz macht den Unterschied – SBR-Basketballer unterliegen Vilsbiburg 85:99

Was ist der Unterschied zwischen einem Team, das um die Meisterschaft mitspielt, und einer Mannschaft, die um den Ligaerhalt kämpfen muss? Eine Antwort auf diese Frage bekamen die Zuschauer am vergangenen Samstag in der Gaborhallle, als der Tabellenzwölfte der Basketball-Regionalliga Südost, der SB DJK Rosenheim, den Vierten Vilsbiburg zu Gast hatte. Konstanz oder Ausgeglichenheit ist wohl das zentrale Unterscheidungskriterium zwischen den beiden Kontrahenten – es war über weite Strecken kein echter Klassenunterschied erkennbar, aber in den entscheidenden Momenten präsentierten sich die Gäste aus Niederbayern eben doch als die überlegene Mannschaft. Zu Beginn schien es durchaus möglich, dass die Grünweißen ein ähnliches Debakel wie zuletzt beim Aufstiegskandidaten Treuchtlingen erleben könnten. 2:15 stand es nach knapp fünf Minuten für die Vilsbiburger gegen eine Rosenheimer Mannschaft, die die Anfangsphase komplett verschlafen hatte. Und diesem Vorsprung mussten die Gastgeber über die gesamte Partie hinterherlaufen: Immer wieder kämpften sie sich heran, etwa zum 23:28 nach elf Minuten, um dann doch wieder den Faden zu verlieren und beispielsweise kurz vor der Halbzeit erneut mit knapp 20 Zählern in Rückstand zu geraten. Dieses Auf und Ab setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Mehrere Male hatte man den Eindruck, dass die Rosenheimer vielleicht doch noch die Wende schaffen könnten, doch kaum waren die Miller-Schützlinge drauf und dran, den Rückstand einstellig zu gestalten, kam es zu einem weiteren Bruch im Rosenheimer Spiel: Ein unnötiger Fehlpass oder eine schlechte Entscheidung in der Offensive, eine Unaufmerksamkeit in der Verteidigung oder auch eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung – und schon konnten sich die Gäste wieder absetzen. Da fehlt den Rosenheimern eben die bereits angesprochene Konstanz oder auch die individuelle Klasse eines Timmons oder Aboki, die die Vilsbiburger in diesen Phasen entscheidend auf Distanz halten konnten. So bleibt den Sportbündlern nach dem Endstand von 85:99 die Erkenntnis, dass sie die nötigen Punkte für den Ligaerhalt gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel, wie etwa den nächsten Gegner Zwickau, holen müssen.

Für den SBR spielten Breitfeld (3 Punkte), Hogges (13), Fliege, Ganapamo (32), Lachmann (18), Bekteshi (6), März (6), Gaizauskas (7), Laubert und Schiefer.

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