Der letzte U11w Minimaster kommt aus Rosenheim

Zum dritten mal in Folge nahmen die Mädchen des SB DJK Rosenheim an der inoffiziellen Bayerischen Meisterschaft der U11w Mädchen teil. Seit drei Jahren dabei sind die Coaches der U11w Johanna und Linda Kreuzer sowie Katharina Laubert – nun ist es als Coach leicht dieses Kunststück zu schaffen, denn hier gibt es ja keine Altersgrenze.


Doch auch vier Mädchen waren bereits mit dem Jahrgang 2004 am Start: Maria Perner, Hanna März, Ira Weymar und Felicitas Ehrl – bereits als zwei Jahre jüngere Mädchen waren sie in Kemmern und Jahn München dabei und wurden zweimal denkbar knapp Vize-Meister. Heuer standen sie als älterster Jahrgang 2006, als Oldies auf dem Feld.
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei …
Beim Minimasters treten die Meister der sechs Bayerischen Bezirke gegeneinander an und ermitteln den Bayerischen Meister. Neben Rosenheim als Oberbayernmeister, traten aus Schaben Nördlingen, aus Unterfranken Würzburg, aus der Oberpfalz Neustadt, aus Mittelfranken Schwabach und aus Oberfranken Kemmern an.
Rosenheim hatte bei der Gruppeneinteilung ein wenig Glück, denn mit Neustadt an der Waldnaab aus der Oberpfalz stand den Mädchen im ersten Gruppenspiel ein reines Anfängerteam gegenüber. Schon nach ein paar Minuten war klar, dass hier nichts anbrennen würde.
Die alten Hasen Maria, Ira, Feli und Hanna wurden etwas murrend auf die Bank verbannt und Sophia Forstmeier, Sara Typke, Elisa Rechenauer, Emma Reichel und Sara Vingerhoets zeigten, was sie in den U11w II Turnieren alles gelernt hatten. Auch diese fünf konnten Neustadt, die zugegeben sehr jung und unerfahren waren, sehr gut in Schach halten und zeigten einen guten Basketball.
Mit 62:22 ging das Spiel klar nach Rosenheim.
Auch der Mittelfranken Meister Schwabach hatte das erste Gruppenspiel klar gewonnen, so mahnten die Coaches nun die lockere Spaßstimmung abzulegen und dieses Spiel mit ein wenig mehr Ernst zu starten. Obwohl Schwabach ein Spiel Pause hatte und Rosenheim zwei Spiele hintereinander, wurde es auch im zweiten Spiel nicht wirklich spannend. Ganz im Gegenteil, Rosenheim verteidigte stark als Team und nach vorne gab es kein halten. Alle Mädchen beteiligten sich erfolgreich an den Punkten und Schwabach kam gegen die gute Verteidigung erst gar nicht ins Spiel und endete 56:5.
Da das Spiel auf Grund der Deutlichkeit schnell zu Ende ging, konnten die Mädchen noch ein wenig beim anderen Gruppenspiel zusehen. Hier standen sich mit dem Schwabenmeister Nördlingen und dem Oberfrankenmeister Kemmern zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber. Erst die Verlängerung brachte den Sieg und damit die Finalteilnahme für Nördlingen.
Nördlingen und Rosenheim hatten ein Spiel Pause, während die Spiele um Platz fünf und drei liefen.
Das Finale wurde dann auf dem große Spielfeld ausgetragen. Für Rosenheim ist das immer ein Vorteil, denn wie immer ist auch dieses Team klein, aber einfach wahnsinnig schnell.
Nach dem Herzschlagspiel in der Gruppe gegen Kemmern, das schon ein sehr gutes Niveau hatte, rechnete man sich nur eine Chance aus, wenn die Fastbreaks funktionieren würden und die Reboundarbeit klappt.
Nördlingen hatte einfach zwei sehr gute Mädchen, die auch noch viel größer waren als der Rosenheimer Zwergerltrupp.
Doch von Anfang an zeigten die Mädchen, dass sie nicht gewillt waren sich der körperlichen Übermacht geschlagen zu geben und vor allem Ira Weymar und Maria Perner sah man an, dass sie nicht gewillt waren ein drittes Mal Vizemeister zu werden.
So waren die zwei flinken Mädchen einfach überall, klauten den viel größeren Nördlingerinnen die Bälle einfach schon beim Ballvortrag und fanden sich in der Offense blind. Die beiden brannten wirklich ein Feuerwerk ab.
Doch das Team auf diese beiden Mädchen zu reduzieren, wäre schon sehr ungerecht, denn auch die anderen Mädchen zeigten, dass sie alle zu Recht in diesem Finale standen. Schon zur Halbzeit lagen die SBR Mädchen vorne, doch zu deutlich hatten die Coaches noch das starke Auftreten der Gegner gegen Kemmern vor Augen. Würden die Schwaben noch einmal zurück ins Spiel kommen? Die zwei guten Mädchen, ihre körperliche Überlegenheit doch noch nutzen können?
NEIN, ein kurzes Aufbäumen zu Beginn der zweiten Halbzeit war zu erkennen, doch treffsichere Rosenheimerinnen auf der anderen Seite, konnten den Widerstand im Keim ersticken.
Mit 50:25 konnten die Oberbayern sich den Bayerischen Titel holen. Nach der Jahrgangsumstellung der Mädchen, auf U10w, U12w … sind sie damit der letzte Bayerische U11w Minimeister!
Sehr erfreuliche Unterstützung für Rosenheim gab es vom Team aus Kemmern. Die Oberfranken malten Plakate für die Rosenheimerinnen und unterstützen das Team lautstark von der Zuschauerseite aus!
Jetzt steht erst einmal eine Trainingspause bis nach den Pfingstferien auf dem Programm. Danach geht es in gleicher Besetzung, aber mit neuen Coaches in die Saison 2017/18.
Wegen der Jahrgangsumstellung werden U10w und U12w getrennt. Katharina Laubert wird sich in Zukunft eigenverantwortlich um die U10w Mädchen kümmern und Johanna Kreuzer wird mit dem Bayerischen U11w Meister von heuer, als U12w weitertrainieren.
Die Weichen sind gestellt, die Reise wird spannend weitergehen.

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