Gaizauskas alleine reicht nicht

SBR-Basketballer mit deutlicher Niederlage

„Wir haben heuer nur eine Chance Spiele zu gewinnen, wenn wirklich alle Spieler am oberen Limit spielen“, lautete das Omen von SBR-Trainer Bob Miller vor der Saison. Wie recht er damit hatte, bekammen die Zuschauer beim vergangenen Heimspiel gegen den MTSV Schwabing zu sehen: Einzig Osvaldas Gaizauskas und ansatzweise Shkelzen Bekteshi brachten wie bereits zuletzt eine gute Leistung, alle anderen SBR-Akteure spielten weit unter ihren Möglichkeiten – eine ebenso deutliche wie bittere 75:96-Niederlage war das Resultat an einem Abend, der leider phasenweise an einige schwache Heimauftritte der letzten Saison erinnerte.

Und genau das wollte man bei den Grünweißen in dieser Spielzeit eigentlich vermeiden. Zunächst fällt vor allem das Punktekonto der Schwabinger auf: 96 Punkte in eigener Halle zu kassieren – das ist ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Bob Miller, der vor allem Wert auf eine solide Verteidigungsarbeit legt. Im ersten Viertel, das nach einem starken 13:2-Start noch unentschieden endete, hatten seine Mannen das Match noch einigermaßen im Griff – im zweiten Spielabschnitt brachen dann aber alle Dämme: 34:15 entschieden die Landeshauptstädter diese 10 Minuten für sich – einen solchen Aussetzer darf man sich in der Regionalliga 1 einfach nicht erlauben. Vor allem gegen das schnelle Umschaltspiel fanden die Gastgeber in dieser Phase keine Antwort und ließen besonders dem erfahrenen Freer und dem starken Obiesie zu viele Freiräume, die so bis zur Pause zusammen 31Punkte erzielten. Im dritten Viertel stimmte dann zumindest die Einstellung der Innstädter, man konnte sich kurzzeitig nochmals auf knapp zehn Zähler herankämpfen – am Ende brachen die Rosenheimer, bei denen außer Gaizauskas keiner einen zweistelligen Effizienzwert erreichen konnte, dann aber komplett ein. Doppelt bitter für die Grünweißen, dass ausgerechnet der Ex-Rosenheimer Marco Lachmann so noch zum Topscorer der Schwabinger avancieren konnte. Aber auch er war eben nur ein Baustein des stärkeren Teams an diesem Abend, das deutlich effizienter, treffsicherer und auch kompakter auftrat.

Nach drei Niederlagen gegen vermeintlich schlagbare Gegner stehen den Sportbündlern nun schwere Wochen bevor, in denen sie vorwiegend auf Teams aus dem oberen Tabellendrittel treffen. Für den SBR spielten Breitfeld (2Punkte), Hogges (5), Fliege, Brosig, Bekteshi (14), März, Schulezko (5), Gaizauskas (28), Laubert, Malpede (6), Raab (6) und Kromah (9).

 

Bild: Trotz seiner 14Punkte war der SBR chancenlos: Shkelzen Bekteshi (Foto: Michael Walter)