Heimniederlage für SBR-Basketballer

Miller-Schützlinge unterliegen Jena unglücklich mit 67:71

Direkt verärgert war SBR-Coach Bob Miller nach der knappen 67:71-Niederlage seiner Regionalliga-Basketballer gegen Jena nicht, aber es wurmte ihn schon merklich, dass sein Team es zuvor nicht geschafft hatte, die Leistung aus dem Auftaktmatch zu wiederholen – denn die Gäste aus Thüringen waren am späten Mittwoch Nachmittag alles andere als unschlagbar. „In solchen Spielen entscheiden dann Kleinigkeiten, und in den wichtigen Phasen war Jena heute letztendlich das abgeklärtere Team“, so Miller.

In der Tat zeigte sich vor allem in der ersten Halbzeit, dass die Thüringer Erstliga-Reserve zwar ein äußerst unangenehmer, aber sicherlich nicht übermächtiger Gegner war. Unangenehm vor allem deshalb, weil sie in der Verteidigung ständig großen Druck ausübten und so die SBR-Akteure ein ums andre Mal ärgerten, ohne sie aber gänzlich aus der Fassung zu bringen. Zwar konnten die Grünweißen bereits im ersten Spielabschnitt in der Offensive nicht glänzen, hielten aber dagegen und fanden trotz des Drucks immer noch Wege, um die Partie ausgeglichen zu gestalten. Dies lag allerdings vor allem daran, dass es auch ihnen gelang, die Gäste mit einer soliden Defense in Schach zu halten und kaum leichte Körbe zuzulassen. Somit ließen auch die Thüringer viele Chancen liegen, was dazu führte, dass die erneut sehr zahlreich in der Gaborhalle erschienenen Zuschauer ein korbarmes, aber stets spannendes Match zu sehen bekamen, bei dem die Gastgeber mit einer hauchdünnen 29:28-Führung in die Pause gingen. Im dritten Viertel ließ jedoch die Konzentration der Rosenheimer auch in der Verteidigung nach, sie ermöglichten den Jenaern nicht nur deutlich mehr Rebounds, sondern gestatteten ihnen nun auch einfache Körbe, was vor allem der Thüringer Spielmacher Radojicic mit einigen freien Dreiern zu nutzen wusste. Problematisch war in dieser Phase sicherlich auch, dass Roberto Malpede bereits lange auf der SBR-Bank schmoren musste, weil er sich frühzeitig sein viertes Foul eingefangen hatte. So kamen die Gäste immer besser ins Spiel und zogen bis zur35.Minute gar auf acht Zähler davon. „Leider sind wir da in der Offensive in alte Gewohnheiten zurückgefallen: Zu wenig Bewegung abseits des Balles führte zu unüberlegten Einzelaktionen und wir konnten nicht wie zuletzt den Extra-Pass auf den freien Mann spielen“, analysiert Bob Miller das Hauptproblem seiner Mannschaft. Am Willen mangelte es jedenfalls nicht, immerhin kämpften sich seine Schützlinge bis zur spannenden Schlussphase wieder heran. Ein Happy End wie gegen Leitershofen blieb ihnen aber verwehrt, auch weil Jena in der alles entscheidenden Schlussphase die zuvor schwache Freiwurfquote aufbesserte und die entscheidenden Treffer von der Linie fast ausnahmslos versenkte.

Zumindest eine positive Nachricht für die Grünweißen gibt es aber doch zu vermelden: Der Nördlinger Neuzugang Johannes Raab lieferte nicht nur wegen seiner 9 Punkte ein sehr überzeugendes Debüt im SBR-Dress ab und zeigte, dass er für sein Team eine wichtige Verstärkung sein kann. Des Weiteren spielten für die Rosenheimer Breitfeld, Hogges (20 Punkte), Fliege (5), Brosig (7), Bekteshi (9), März, Schulezko (2), Gaizauskas (11), Laubert, Malpede und Kromah (2).

 

Bild: Auch Topscorer Jguwon Hogges konnte die SBR-Niederlage nicht verhindern. (Foto: Michael Walter)

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